Aktuelle Ausstellungen

16.6. bis 25.8.2019

keineismeehr
Grindelwaldgletscher – Kunst und Wissenschaft

Caspar Wolf: Die Schwarze Lütschine aus dem Untern Grindelwaldgletscher entspringend (1777) / Öl auf Leinwand, rentoiliert / 54 x 82 cm

Caspar Wolf: Die Schwarze Lütschine aus dem Untern Grindelwaldgletscher entspringend (1777) / Öl auf Leinwand, Kunstmuseum Bern

biedermann

Johann Jakob Biedermann: Der Obere Grindelwaldgletscher und das Wetterhorn | Öl auf Leinwand | Privatbesitz

Ferdinand Hodler: Grindelwaldgletscher, 1911

Ferdinand Hodler. Grindelwaldgletscher, 1912, Kunsthaus Zürich

Steinmann,Blues auf dem Rhonegletscher, Responsibility,202015,Videostill
George Steinmann, Videostill aus  «Symbioses of Responsibility», Video-Projekt Blues auf dem Rhonegletscher, 2015

Künstler*innen | Artistes

Emanuel Handmann (1718–1781)
Johann Ludwig Aberli (1723–1786)
Caspar Wolf (1735–1783)
Johann Jakob Biedermann (1763–1830)
Joseph Anton Koch (1768–1839)
Samuel Birmann (1793–1847)
Ferdinand Hodler (1853–1918)
Arnold Brügger (1888–1975)
George Steinmann (*1950)
Hiroyuki Masuyama (*1968)
Ester Vonplon (*1980)
und andere

Zur Ausstellung
Seit Jahrhunderten üben Gletscher auf den Menschen eine starke Faszination aus.
Im 16./17. Jahrhundert standen Bedrohungsszenarien im Vordergrund, im 18. Jahrhundert wurden die Gletscher zunächst als «merkwürdiges» Phänomen angesehen und dann zu einem idealisierten, dramatisierten und endlich immer realistischer dargestellten Motiv der Alpen.
Das weltweite Abschmelzen der Eismassen seit dem 19. Jahrhundert zeigt, dass die Gletscher zum «Fieberthermometer» der Erde geworden sind. Durch die Gletscherbeobachtungen wird der heutige Klimawandel erlebbare Realität. Die beiden Grindelwaldgletscher zeigen diese Entwicklung exemplarisch auf und gehören zu den am besten untersuchten Gletschern weltweit.
Sie waren zudem seit dem 17. Jahrhundert stets auch beliebtes Motiv der Alpenmalerei und Ausflugsziel mancher Berner Oberland-Reise.
Die Ausstellung «keineismeehr» vermittelt dem Besucher einerseits den wissenschaftlichen Hintergrund mit Fakten zur Geschichte der beiden Gletscher und zur sehr aktuellen Thematik der klimatischen Veränderung.
Andererseits umfasst sie erstmals seit langem fast alle wichtigen künstlerischen Darstellungen der beiden Grindelwaldgletscher seit dem späten 17. Jahrhundert bis heute aus vielen angesehenen öffentlichen und privaten Sammlungen.
Ausserordentliche Gemälde und Zeichnungen von Caspar Wolf – längst unbestrittene Ikonen der Alpenmalerei, wichtige Aquarelle und Zeichnungen von Samuel Birmann, das bekannte Gemälde Der Grindelwaldgletscher von Ferdinand Hodler aus dem Kunsthaus Zürich und weitere Werke bedeutender Schweizer Maler bilden den historischen Schwerpunkt der Ausstellung.
Eine aktuelle Sichtweise bieten die Arbeiten der drei vertretenen Gegenwartskünstler.
George Steinmann setzt sich seit Jahren in seiner forschungsorientierten Kunst mit Ökologie, Umwelt- und Klimafragen auseinander. Seine künstlerische Sicht dazu hat er auch an der wichtigen UN-Klimakonferenz in Paris und jener in Bonn vertreten dürfen. In den Arbeiten im Kunsthaus transferiert er das Thema auf eine Metaebene, ähnlich wie dies auch die Künstlerin Ester Vonplon im Video Gletscherfahrt macht; ein zeitloses Mahnmal zur Gletscherschmelze, eine Metapher aller Vergänglichkeit, mit der Musik von Stephan Eicher und Rainier Lericolais …
Hiroyuki Masuyama arbeitete mehrere Male im Berner Oberland. Fasziniert von den Gletscherdarstellungen Caspar Wolfs und dessen Zeitgenossen gestaltet er aus fotografierten Fragmenten die Motive seiner Vorbilder zu eigenständigen, sinnlichen Collagen um, in denen die räumlichen und zeitlichen Unterschiede zwischen dem ursprünglichen Original und dem neu geschaffenen Werk des Künstlers verschmelzen.
Zur Ausstellung sind Sie herzlich eingeladen.
Kunsthaus Interlaken

Öffnungszeiten
Mittwoch, Freitag und Samstag, 14–18 Uhr | Donnerstag, 14–20 Uhr | Sonntag 11–17 Uhr
Montag und Dienstag geschlossen

Eintritt
8.– | Studenten und Jugendliche 5.– | Gratis für Kinder unter 16, Freunde des Kunsthauses und mit dem Museumspass oder der Raiffeisen-Card

Vernissage
Samstag, 15. Juni, 17 Uhr
Einführung: Heinz J. Zumbühl, Prof. em. GIUB, Universität Bern, Gletscher-, Stadt- und Kunsthistoriker
Intervention-Kontemplation: Ester Vonplon, George Steinmann und Stephan Eicher

Führungen durch die Ausstellung
30. Juni, Heinz J. Zumbühl: Von den Eisfronten von Caspar Wolf zu den Eisruinen von heute | 14. Juli |
28. Juli, Samuel U. Nussbaumer: Gibt es morgen keine Gletscher mehr? | 11. August, jeweils 11 Uhr
Kosten: zusätzlich 4.– zum Eintritt

Führungen für Gruppen von 10 bis 20 Personen inkl. Eintritt, je 12.– pro Person, Dauer eine Stunde.
Anmeldung per Mail info@kunsthausinterlaken.ch oder Telefon 033 822 16 61 erforderlich

Skizzieren vor den Meistern der Romantik
Geführter Besuch der Ausstellung und praktische, künstlerische Auseinandersetzung. Wir arbeiten mit Zeichentechniken wie die alten Meister.
Kosten inkl. Eintritt, Einführung und Material: 25.– | Dauer: 90 Minuten | Leitung:
20. und 27. Juni, 18 Uhr: Samuel Frutiger, Zeichenlehrer
15. und 22. August, 18 Uhr: Martin Otth, Künstler
Anmeldung erforderlich

Ausstellungsbesuch KEINEISMEEHR mit Workshopangebot für Schulklassen
Vom 18. Juni  bis  23. August 2019 können sich Schulklassen, vom Kindergarten bis zum Gymnasium, in der Ausstellung in die Betrachtung fast aller wichtigen Darstellungen der beiden Grindelwaldgletschern, von Caspar Wolf bis Ferdinand Hodler, vertiefen und sich stufengerecht mit der Thematik des Klimawandels, der Veränderung und dem Schwund der Gletscher auseinandersetzen. Nebst der Führung zu den Bildern und zum wissenschaftlichen Teil der Ausstellung, bieten wir wiederum aktive, gestalterische Sequenzen an.

Termine
18. Juni bis 5. Juli und 13. bis 23. August jeweils Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag  10:15 – 11.45 Uhr.
Weitere Termine auf Anfrage.
Kosten  Pro Klasse Fr. 100.–, inklusive Ausstellungsbesuch  Der Kanton Bern anerkennt den Workshopbesuch zum Bezug eines Kulturgutscheines
Leitung: Die Führungen werden durch erfahrenen Kunstpädagogen angeboten:
Ursula Diem, Kunstpädagogin, pens. Fachlehrerin Gestalten
Samuel Frutiger, Zeichenlehrer Gymnasium Interlaken
Thomas Meier, Lehrer und Kunstpädagoge
Anmeldung
Klassenbesuch nur auf Voranmeldung, möglichst frühzeitig, mit Kontaktangaben, Schulort, Schulstufe und Teilnehmerzahl an
info@kunsthausinterlaken.ch | Telefon Kunsthaus Interlaken: 033 822 16 61

Das Buch zur Ausstellung
Die Grindelwaldgletscher – Kunst und Wissenschaft
Hrsg. Heinz J. Zumbühl | Samuel U. Nussbaumer |
Hanspeter Holzhauser | Richard Wolf und weitere Autoren | Verlag Haupt, Bern, 2016

Broschüre
Zur Ausstellung erscheint eine reich illustrierte Broschüre

Zeichnungswettbewerb zum Thema KEINEISMEEHR
Informationen als PDF herunterladen

Wie sieht es aus, wenn das Eis geschmolzen ist? Das Thema kann sehr frei interpretiert werden. Es muss nicht zwingend Gletschereis thematisiert werden. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Unbenannt

Kategorien: Kat. 1: ab 18 Jahren  Kat. 2:13 bis 17 Jahre Kat. 3: bis 12 Jahre
Format: 29 x 20 cm / Quer- oder Hochformat | Form: Zeichnung, Malerei oder Mischtechnik auf Papier oder dünnem Karton
Jury: Martin Moser, Grafiker | Ursula Diem, Zeichenlehrerin | Samuel Frutiger, Zeichenlehrer

Preisverleihung Die Preise werden am Sonntag, 25. August 2019 um 17.00 Uhr im Rahmen der Finissage im Kunsthaus Interlaken vergeben. Die Gewinnerinnen und Gewinner werden benachrichtigt und zur Preisverleihung eingeladen.

Preise Pro Kategorie werden drei Hauptpreise und drei Trostpreise vergeben, Gesamtpreise in Höhe von CHF 2500.–
Hauptpreise: 1. Preis: Jeweils zwei Fahrkarten Interlaken Ost–Jungfraujoch retour, Wert 470.–
2. Preis: Jeweils ein ICE MAGIC Saisonabo 2019/20 und ein ICE MAGIC Gutschein, Wert 120.–
3. Preis: Je 3 Konzert-/Theatergutscheine für Veranstaltungen im Kunsthaus, Wert 75.–

Einsendeschluss:  spätestens 12. August 2019 (per Post: Datum des Poststempels), spätestens 17. August 2019 (Briefkasten Kunsthaus Interlaken: beim Eingang zum Parkhaus)
Präsentation: Die eingereichten Arbeiten werden im Kunsthaus Interlaken ab Ausstellungsbeginn in Ordnern zur Ansicht aufgelegt. Ab dem 18. August sind die Arbeiten vollständig zu sehen.
Beschriftung: Name, Adresse, Telefon, E-Mail und Geburtsdatum auf der Rückseite. Einsenden an Kunsthaus Interlaken, Jungfraustrasse 55, 3800 Interlaken

 


 

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