Vorschau

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  • Mi
    18
    Dez
    2019
    So
    10
    Mai
    2020
    Kunsthaus, 3800 Interlaken

     

    schneemaenner-und-schnefrauen-filmwettbewerb

    Filmwettbewerb | Kunsthaus Interlaken
    im Rahmen der Sommerausstellung

    Eine genaue Beschreibung finden Sie hier: Filmwettbewerb Kunsthaus Interlaken 2020

    Schneemänner & Schneefrauen - Die Ausstellung zum Thema
    13. Juni bis 23. August 2020


     

  • Mi
    04
    Mrz
    2020
    So
    10
    Mai
    2020
    Kunsthaus, 3800 Interlaken

     

    Somm     Dietrich 2

    Peter Somm: Horizont, 2009, Aquarell auf BFK Rives, 56 x 76 cm
    Adolf Dietrich: Zwei Waldohreulen, 1905, Öl auf Karton, 26 x 32 cm

    Zur Ausstellung
    Die Ausstellung stellt die Werke von Peter Somm und Adolf Dietrich auf überraschende und erhellende Art einander gegenüber. Das Schaffen dieser beiden Künstler aus der Ostschweiz ist eng miteinander verbunden und die Ausstellung hat den Anspruch, diese verbindende und geradezu augenöffnende Kraft der Gemeinsamkeit in der direkten Gegenüberstellung der Werke der beiden Künstler zu zeigen.

    Diese Wahlverwandtschaft, die ihren Anfang in der Wesensverwandtschaft der künstlerischen und – präziser ausgedrückt – in der maltechnischen Haltung der beiden Protagonisten hat, ergibt in der konkreten Gegenüberstellung überraschende Verbindungen des visuellen Ausdrucks.

    Die Nagelprobe der These dieser Ausstellung liegt in der Betrachtung der Bilder dieser beiden Künstler. Gibt es eine Wahlverwandtschaft, die so tief geht, dass sie im Vergleich der Werke sichtbar, spürbar und manifest wird? Beleg für die positive Beantwortung dieser Frage sind die Ausstellung und das begleitende Buch, das im Verlag Scheidegger&Spiess erscheint. Doch vielleicht mag sich der eine oder andere Besucher wundern, ob dieses Entscheids und sich fragen, wie genau denn diese Wahlverwandtschaft herzuleiten sei? Sie kann ohne Weiteres gesehen werden, wenn die Betrachterin sich löst von vorgefassten Meinungen und Sehgewohnheiten.

    Was die beiden Werke und Künstler verbindet ist die Präzision der Ausführung: Adolf Dietrich arbeitete über Tage und Stunden am selben Bild. Die Arbeit lag flach auf dem Tisch und der Künstler setzte mit meditativer Ruhe Pinselstrich neben Pinselstrich, das Motiv entstand langsam, zielstrebig und geduldig. Jedem Bild lag ein Plan zugrunde, die eigentliche künstlerische Idee, die mit grosser Sorgfalt ausgeführt wurde. Genau gleich lässt sich auch das Arbeiten von Peter Somm beschreiben.
    Die Bilder dieser beiden Künstler und ihre Gegenüberstellungen in dieser Ausstellung «ent-rücken» den Betrachter für einen Moment. Sie sind das Resultat von meditativem Arbeiten jenseits von Galerienhektik und Museumsrummel.
    Thomas Schmutz, Kunsthistoriker

    Peter Somm
    Peter Somm wird 1940 in Sulgen (Thurgau) geboren. Nach der Maturität an der Kantonsschule Frauenfeld studiert er Medizin mit Abschluss 1965 in Zürich. Parallel dazu beginnt er als Autodidakt zu malen und entwickelt, ausgehend von gegenständlichen Anfängen, einen eigenen Stil, der sich vom «hartkantigen» Konstruktivismus abgrenzt und dem Thema des Leuchtens widmet. Als kompositorische Basis dienen ihm kraftvolle Urbilder wie Kreis, Kreuz und Horizont. Die malerische Perfektion der abgestuften kontinuierlichen Farbreihen eliminiert die Spuren des Malvorgangs und transzendiert das Bild in Licht.
    Seit 1972 lebt Peter Somm in Herrenschwanden bei Bern. Er stellt international aus und schreibt auch Texte über seine Arbeit. Peter Somm ist von den Bildern Adolf Dietrichs zutiefst fasziniert. Er sammelt Werke dieses Malers und gründet 2014  die Adolf Dietrich-Stiftung.

    Somm 3

    Peter Somm: Kreis, 2005, Aquarell auf BFK Rives, 66 x 56 cm

    Adolf Dietrich
    Adolf Dietrich wird 1877 als Sohn eines Kleinbauern in Berlingen (Thurgau) geboren. Nach Abschluss der Volksschule arbeitet er als Maschinenstricker in einer Trikotfabrik und ist auch als Tagelöhner und Waldarbeiter tätig. In der spärlichen Freizeit beginnt er zu malen. Er hat weder Vorbilder noch Lehrer und schafft völlig unbeirrt von äusseren Einflüssen ein ganz eigenständiges Ouevre, das sich stilistisch nicht klar zuordnen lässt. Die minuziös ausgearbeiteten Bilder weisen Züge der Neuen Sachlichkeit und  manchmal auch der naiven Malerei auf.
    Sein ganzes Leben verbringt Adolf Dietrich als bescheidener Junggeselle im Elternhaus am Ufer des Untersees. Er findet all seine Motive – Landschaften, Menschen, Tiere, Stillleben - in der nächsten Umgebung.  Erste Ausstellungserfolge hat Dietrich in Deutschland, die Schweiz entdeckt ihn später. 1957 stirbt Adolf Dietrich in Berlingen.

    Dietrich 3

    Adolf Dietrich: Kleines Mädchen im Wäschekorb, 1924, Öl auf Karton, 40 x 30 cm


     


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