Vorschau

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    2019
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    17
    Nov
    2019
    Kunsthaus, 3800 Interlaken


    Künstlerinnen und Künstler

    Manon
    Samuel Buri
    Luciano Castelli
    Pierre Haubensak
    Heiner Kielholz
    Franticek Klossner
    Vollrad Kutscher
    & Werke aus der Sammlung:
    Arnold Brügger
    Alexandre Calame
    Martin P. Flück
    Ferdinand Hodler
    und andere

    2019 feiert das Kunsthaus Interlaken sein 10 jähriges Bestehen. Die Ausstellung ERSTE HILFE ist Teil der Veranstaltungen
    zu diesem Jubiläum und ist einer Auswahl von wichtigen Künstlerinnen und Künstlern gewidmet, die mit Ihren Ausstellungen im
    Kunsthaus wesentlich zur erfolgreichen Positionierung unserer Institution mitgeholfen haben. Ihre Namen (und die weiterer
    Kunstschaffenden) und ihre Arbeiten haben dazu beigetragen, dass unser Haus sich in sehr kurzer Zeit in der Kunstszene auch
    einen Namen schaffen konnte.

    Manon
    Manon gehört zu der Generation KünstlerInnen (neben Künstlerinnen wie Valie Export, Lynda Bengalis und Adrian Piper oder den Künstlern Luciano Castelli, Urs Lüthi und Jürgen Klauke), die im Zuge der zweiten Frauenbewegung die Geschlechterfrage performativ verhandelt. Dabei arbeitet sie aus ihrer Eigenwelt heraus und interessiert sich nicht für die Arbeit anderer; sie gibt sich einen Namen, der weder vom Vater noch vom Ehemann stammt, inszeniert Identität als selbst entworfenes Produkt, verwirrt Objekt- und Subjektstatus ihrer Persona wie Privatleben und Öffentlichkeit. (SIK-Art)

    Unbenannt 4 Kopie

    Samuel Buri (*1935)
    Ausgangspunkt für das Schaffen von Samuel Buri ist einerseits die französische Malerei der Impressionisten und das Werk von Henri Matisse. Anderseits wirkt bei ihm der expressive Ausdruck in den Gemälden der Basler Rot-Blau-Künstler ebenso nach wie die Tradition der schweizerischen Landschaftsmalerei. Diese Positionen verbindet Buri mit modernen Elementen zu einer neuen Malerei. Seine Eindrücke der Natur zerlegt er analytisch, um sie in abstrakter oder gegenständlicher Weise in Flächen mit gesteigerter Farbigkeit und ornamentaler Rhythmisierung umzusetzen.
    Buri will durch das Zusammenspiel von Farbe und Form das Auge herausfordern und im Sinne von Matisse’ «Joie de vivre» erfreuen. Zentrale Themen sind Natur und Bildillusion, der Malakt, der Maler. Spektrale Farbigkeit, Kombinationen von komplementären Farbpaaren, serielle Variation der Farbe, Gegenüberstellung von geometrischen und organischen Formen und der Hang zum Ornament sind charakteristisch. Die Arbeit in Serien, die Kombination von verschiedenen Stilelementen und zu verschiedenen Zeiten, Bereichen und Ebenen gehörende Motive sind typische Merkmale in Buris Werk.

    Samuel Buri, Mentalcolor, 1969, Kunstharzspray auf Papier, 58x75 cm

    Luciano Castelli (*1951)
    Luciano Castelli ist einer der wichtigsten und wohl auch provozierendsten Schweizer Künstler der Zeit nach 1970. Seine Teilnahme an der Documenta 5 (Kurator Harald Szeeman) bringt ihm 1972 sogleich grosse Bekanntheit. In seinem vielschichtigen Werk bedient sich Castelli zahlreicher Medien und thematisiert in den 70er Jahren in expressiver, oft thetralisch Art die puritanischen Zustände unserer Gesellschaft.
    Zusammen mit Salome und Reiner Fetting bildet er die Künstlergruppe Junge Wilde, die sich mit ihrer expressiven Malerei gegen die hoch intellektuelle Kunst der siebziger Jahre wendet und international stilprägend wird.
    Seit 1993 beschäftigt sich Castelli mit den «REVOLVING PAINTINGS», die keine eigentlichen Frontansichten haben, sondern von allen vier Seiten betrachtbar sind.
    Zurzeit erlebt Castelli ein wachsendes Interesse an seinem Werk. Seine fotografischen Selbstporträts sind in einer grossen Ausstellung in Paris gezeigt worden und 2015 hat das National Art Museum of China in Peking eine grosse Ausstellung zum malerischen Werk präsentiert, die später auch im Contemporary Art Museum in Shanghai ausgestellt worden ist.

    09-Selbsportrait-1973

    Pierre Haubensak (*1935)
    In der Ausstellung Wege und Experimente im Zürcher Kunsthaus 1968 wird Pierre Haubensak als Erneurer der konkreten Kunst gefeiert.
    Zeit seines Schaffens hält Haubensak am Bild fest, stellt sich aber mit seinen zu Pyramiden geformten Leinwänden ganz in die Tradition der Vertreter von Post-Painterly Abstraction und Hard-Edge-Malerei, die sich um 1960 vom traditionellen Tafelbild abwenden. In ihrer Gestaltung weisen diese Werke über die klassischen Gattungen der Malerei und Plastik hinaus und spielen mit der Ambivalenz zwischen Bild und Objekt. Die Auseinandersetzung mit den amerikanischen Strömungen in Haubensaks künstlerischem Prozess führen nicht zur Weiterentwicklung, sondern zur Überwindung der klassischen Konkreten Kunst.
    Inspirierende Vorbilder für seinen Umgang mit der Farbe verortet der Künstler bei Vincent van Gogh, Paul Cézanne und Henri Matisse. Tritt das Kolorit in seinen späteren Gemäldegruppen wie Doors of Perception (1968 – 1974) oder Tetras (ab 1988) reicher und differenzierter auf, konzentriert er sich am Anfang seiner künstlerischen Arbeit auf einen glatten, unpersönlichen Auftrag.
    (Auszug Text  Aargauer Kunsthaus Aarau)

    H 17

    Heiner Kielholz (*1942)
    Heiner Kielholz ist zunächst vom art informel respektive von amerikanischen abstract expressionism beeinflusst, nach einem kurzen stürmischen Exkurs in Objektkunst, Conceptual Art und Arte Povera am Ziegelrain wendet er sich schliesslich der stillen, sensiblen Aquarellmalerei zu, die eine bewusst gewählte, kritische Distanz zum urbanen Leben darstellt. Die Formate werden kleiner, die Bildinhalte reflektieren Erlebnisse und Ereignisse aus seinem persönlichen Umfeld: Landschaften, figürliche Szenen, Stilleben. Flüchtige Augenblicke, wahrgenommen auf zahlreichen Reisen in Bahnhöfen, Grossstadtcafés, auf Plätzen und in Häfen werden mit zarten, gedämpften Farben in vielfältigen Techniken und mit grosser Meisterschaft auf verschiedenste Bildträger gemalt. Einige Werke verraten die Auseinandersetzung des Künstlers mit fernöstlicher Mystik, andere haben wiederum rein ornamentalen Charakter.
    Von Heiner Kielholz werden oft Parallelen zum Schriftsteller Robert Walser gezogen. Mit ihm teilt er die Liebe zu den unscheinbaren, alltäglichen Dingen des Lebens. (nach SIK-Art)

    Kielholz

    Franticek Klossner (*1960)
    Der in Bern lebende Schweizer Künstler befasst sich mit Videokunst, Installation, Performance, Fotokunst, Zeichnung und Visual Poetry. Sein spartenübergreifendes Schaffen ist durchdrungen von existenziellen Fragen. Das Menschenbild der Gegenwart steht im Fokus seiner Untersuchungen. In Videoinstallationen und performativen Skulpturen wie auch in seinem zeichnerischen und fotografischen Werk, fungiert der menschliche Körper als Repräsentant für die Prozesse psychischer Individuation und sozialer Interdependenzen. Klossner gelingt es, über poetische Bilder politische und gesellschaftliche Themen zu verhandeln. Die frappante Ästhetik seiner Werke involviert das Publikum in einen direkten Dialog. Die Vehemenz seiner Bildwelten wird dabei von einer sinnlichen Materialität getragen. In geradezu listiger Weise verführen seine Werke das Publikum zur Hinterfragung innerer Bilder und zur Überprüfung des eigenen Denkens.

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    Vollrad Kutscher (*1945)
    "Kutscher nahm an der der allgemeinen Entwicklung eines sich rasant entwickelnden Skulpturenbegriffes teil, doch beharrte er gleichzeitig auf persönlichen Vorbildern, wie dem klassischen Bildhauer Alberto Giacometti, welcher dem Motiv Mensch Mitte des letzten Jahrhunderts einen unübersehbaren Höhepunkt abgerungen hatte. Seit 1980 arbeitete Kutscher beharrlich an einer Reformulierung des Menschenbildes, das schließlich zu einer Reihe von Porträtinstallationen führte. Erste Beispiele davon waren 1988/89 in einer Schau im Kunstmuseum Bern zu sehen."
    (Dr. Peter Forster im Katalog Vollrad Kutscher, Einatmen – Ausatmen, Museum Wiesbaden, 2015)

    Vollrad Kutscher beschäftigt sich spartenübergreifend in den Bereichen Installation, Lichtkunst, Performance und Kunst im öffentlichen Raum.

    Scannen0009

    Werke aus der Sammlung
    Das Kunsthaus Interlaken hat durch die grosszügige Donation eines Gönners die Möglichkeit bekommen, eine eigene Kunstsammlung mit einem regionalen Bezug aufzubauen. In den letzten Jahren konnten so einige schöne Werke bedeutender Maler des 19. Jahrhunderts erworben werden, so Bilder von Alexandre Calame und Alphonse Diday. Durch Schenkungen und die Integration der Sammlung der Kunstgesellschaft ist die Sammlung weiter gewachsen. In der Ausstellung werden einige wenige Exponate ausgestellt werden, darunter auch Arbeiten von Ferdinand Hodler, Arnold Brügger und Martin P. Flück.
    Zusammen seinem Vater Johann Peter Flück und den Malern Arnold Brügger und Bendicht Friedli, gehört Martin P. Flück zu den wichtigsten Künstlern des Berner Oberlandes, die in der Sammlung vertreten sind.

    Martin Peter Flück, Bergdorf, 1966

     

     

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    Kunsthaus, 3800 Interlaken

    Cantonale Interlaken, Werke von Strotter Inst Kopie

    Informationen und Teilnahmebedingungen zur Dossiereingabe

    Professionell tätige Künstlerinnen und Künstler aus den Kantonen Bern und Jura sind herzlich eingeladen, sich für die Cantonale Berne Jura 2019 zu bewerben. Ausstellungsbeiträge aller Gattungen der bildenden Kunst – Malerei, Plastik, Installation, Fotografie, Video, digitale Arbeiten, Netz- und Computerkunst, Performances – sind willkommen.

    Teilnahmebedingungen
    • Zur Teilnahme berechtigt sind alle professionellen Künstlerinnen und Künstler, die in den Kantonen Bern oder Jura ihren Wohnsitz, Heimatort oder Arbeitsort haben oder zur jeweiligen Kunstszene gehören.
    • Eingaben sind sowohl einzeln als auch als bestehende oder für die Cantonale Berne Jura entstandene Gruppe möglich.
    • Falls im Dossier nicht aus Adresse, Ausbildung oder Ausstellungen klar ersichtlich, bitte Nachweis der Zugehörigkeit zur Kunstszene des Kantons Bern oder Jura (beispielsweise Beleg für Wohn- bzw. Arbeitssitz im Kanton Bern oder Jura, Niederlassungsbewilligung, Mietvertrag, Beteiligung an Stipendien) als Anhang zum Formular mit den persönlichen Daten hochladen.

    Eingabe
    • Die Eingabe erfolgt via Webportal MyCantonale (siehe cantonale.ch) und beinhaltet folgende Bestandteile: Formular mit persönlichen Daten, Dossier mit Lebenslauf und Dokumentation bisheriger Arbeiten und Ausstellungen, pro Werk oder Werkserie ein Formular «Werkeingabe».
    • Maximum der Werkeingaben:  8, maximale Anzahl Bilder pro Werk:  4, maximale Dateigrösse eines Bildes:  2.00 MB. Maximale Dateigrösse des persönlichen Dossiers: 8.00 MB
    • Videodateien können aus Platzgründen nicht auf das Portal hochgeladen werden. Laden Sie diese auf die eigene Webseite (oder Youtube, Vimeo, etc., auch mit Zugangsbeschränkung via Passwort möglich) und vermerken Sie den entsprechenden Link und das Passwort im Formular.
    • Einmal abgeschlossene Eingaben können nicht mehr überarbeitet werden. Bei Bedarf können Dossiers mit einer Nachricht an info@cantonale.ch wieder zur Überarbeitung freigeschaltet werden.
    Eingabeschluss: Samstag, 31. August 2019 (Das Portal schliesst um 21.59 Uhr!)

    Werke
    • Die Werke dürfen nicht älter als 5 Jahre alt sein. Die Werke müssen für die gesamte Ausstellungszeit zur Verfügung stehen.
    • Sämtliche Teilnehmende erklären gegenüber den Organisatoren, dass sie die alleinigen Urheber der von ihnen eingereichten Werke sind. Die Teilnehmenden klären selbst ab und garantieren gegenüber den Organisatoren, dass die eingereichten Werke weder direkt noch indirekt Urheberrechte von Dritten verletzen, resp. dass sie im Besitz sämtlicher für Reproduktions- oder Ausstellungszwecke nötiger Bewilligungen von jenen sind.
    • Mit der Eingabe des Dossiers erklären sich die Künstlerinnen und Künstler bereit, dass die eingereichten Arbeiten in einer oder maximal zwei der oben genannten Institutionen gezeigt werden.

    Kosten/ Finanzen
    • Die Künstlerinnen und Künstler sind selbst für die Produktion und den Transport (inkl. Transportversicherung) verantwortlich.
    • Es werden keine Rahmungen oder Gerätekosten übernommen. Vorhandene Geräte können jedoch genutzt werden.
    • Am Ausstellungsort sind die Arbeiten versichert.
    • Beim Verkauf eines Werks erhalten die Künstlerinnen und Künstler 70%  der Verkaufssumme, die Institutionen erhalten 30% abzüglich 2 % der Verkaufssumme, die an den «Unterstützungsfonds schweizerische bildende Künstler» ausgerichtet werden.

    Verfahren/ wichtige Informationen
    • Jede beteiligte Institution handelt bei ihrer Entscheidungsfindung in eigener Verantwortung, d.h. stellt dazu eine eigene Jury.
    • Abgabetermin: Die Künstlerinnen und Künstler werden nach der Auswahl von den entsprechenden Institutionen Anfang Oktober informiert. Modalitäten zur Abgabe und Rückgabe  der gezeigten Arbeiten werden von der jeweiligen Institution bestimmt und kommuniziert.
    • Mit der Eingabe zur Cantonale Berne Jura besteht keine Garantie zur Ausstellung.
    • Künstlerinnen und Künstler, die in einer Cantonale Berne Jura-Jury Einsitz nehmen, dürfen nicht in jener Institution gezeigt werden, in der sie Jurymitglied sind.


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