Aktuelle Ausstellungen

Johann Peter Flück – Passion, Leidenschaft

10. März bis 13. Mai 2018

 

Koppe

Die Schauspielerin Hedda Koppé
1935, Öl auf Leinwand, 115 x 85 cm, Nachlass Flück

letztes Selbstbildnis

Letztes Selbstbildnis 1953
Öl auf Leinwand, 115 x 85 cm, Kunstmuseum Thun

Verhaftung

Verhaftung  um 1950
Öl auf Leinwand, 134 x 180 cm, Nachlass Flück

 

Zur Ausstellung
In der Geschichte des Berner Oberlandes gibt es nur wenige Maler, die in den wichtigsten Museen der Schweiz ihre Werke präsentieren konnten und die somit zu jenen besonderen Künstlern gehören, die zumindest zu ihren Lebzeiten für das Kunstschaffen im Lande prägend waren.
Neben dem Meiringer Arnold Brügger (1888–1975) gehört auch Johann Peter Flück (1902–1954) aus Schwanden/Brienz zu dieser auserwählten Gruppe von Künstlern mit nationaler Bedeutung.
In den 40er- und 50er-Jahren hatte Johann Peter Flück seine erfolgreichste Zeit mit Ausstellungen in den Kunsthallen Basel, Bern, Glarus, Zürich und Kunstmuseen von Solothurn und Thun.
Johann Peter Flück war mit vielen Persönlichkeiten seiner Zeit befreundet, verschiedene davon hat er porträtiert, darunter bildende Künstler, Schauspielerinnen und Schauspieler und Literaten.
Die Maler Cuno Amiet (1868–1961), mit dem der Künstler eine rege Freundschaft pflegte, und Fred Stauffer (1892–1980) sassen ihm Modell, ebenso die Schauspielerin Hedda Koppé (1898–1990), die vielen noch als Glunggenbäuerin im Franz Schnyder-Film «Uli der Knecht» in Erinnerung sein wird, oder der Berner Schriftsteller und Astrologe Alfred Fankhauser.
Flück war vor allem als Porträtist sehr gefragt und erreichte in dieser Disziplin eine grosse Meisterschaft. Bei seinem allzu frühen Tod – der Künstler starb 1954 nach einer langen und schweren Krankheit – hatte Flück noch zahlreiche Aufträge aus Kunst, Politik und Wissenschaft für weitere Porträts, die er leider nicht mehr ausführen konnte.
Die vorliegende Ausstellung im Kunsthaus Interlaken umfasst viele der wichtigen Bilder des Malers: Figurenbilder, Porträts, Landschaften und Stillleben; dazu als Schwerpunkt Werke aus dem Zyklus Die moderne Passion, die bis heute selten oder nie ausgestellt worden sind.
Regine Fluor Bürgi schreibt darüber im SIKART Lexikon: Vom Beginn bis zum Ende seiner Karriere beschäftigt sich Flück mit monumentalen religiösen Kompositionen. Die moderne Passion nennt er einen grossangelegten Zyklus, dessen Entstehungszeit rund 23 Jahre beträgt. Das auffallendste Merkmal seiner religiösen Malerei, die Adaption des biblischen Geschehens in die Gegenwart, stösst beim zeitgenössischen Publikum auf Kritik.
Die über vierzig Gemälde in der Ausstellung stammen aus dem Nachlass des Künstlers, aus dem Kunstmuseum Thun und aus Privatsammlungen.
Der Familie Flück und allen Leihgebern gebührt unser Dank. Ihre Bereitschaft, uns Werke aus ihrem Besitz für die Schau zur Verfügung zu stellen, ermöglicht es uns, mit dieser Ausstellung den Künstler Johann Peter Flück in Erinnerung zu rufen und zu würdigen. Dazu soll auch der reich bebilderte Katalog mit einer Einführung von Peter Killer beitragen, der zur Ausstellung erscheinen wird.

Zur Vernissage und zum Besuch der Ausstellung sind Sie herzlich eingeladen

Öffnungszeiten
Mittwoch–Samstag, 15–18 Uhr | Sonntag, 11–17 Uhr
Montag und Dienstag sowie Karfreitag, 30.3., geschlossen
Führungen
25. März | 8. und 29.April 2018, jeweils Sonntagmorgen, 11 Uhr
Kosten: zusätzlich CHF 4.- zum Eintritt
Katalog
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit einem
einführenden Text von Peter Killer
Preis: 20.–

 

Führungen für Gruppen sind auf Anmeldung jederzeit möglich; Auskunft im Kunsthaus


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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